Berlin, Juli 2010: Das BMG hat am 6. Juli 2010 auf die Aufforderung des Bundesrats, die Regelungen zur "künstlichen Befruchtung" nach dem GMG 2004 (SGB V § 27) zurückzunehmen, geantwortet, dass die Wiedereinführung der vollständigen Kostenübernahme nicht geplant sei. Es bliebe den Ländern überlassen, eigene Massnahmen zu ergreifen.
Grevenbroich, Juli 2010: Der diesjährige Kongress der europäischen Gesellschaft für Embryologie und Reproduktionsmedizin (ESHRE) in Rom hat die große Bedeutung des Anti-Müller-Hormons (AMH) als Marker oder Eierstocksreserve und damit der verbliebenen Fruchtbarkeit erneut heraus gestellt. Dieses Thema interessiert uns schon lange. In Zusammenarbeit mit dem führenden Hersteller des AMH-Testkits haben wir einen neuen Informationsflyer erstellt, den Sie über uns, auch mehrfach, kostenlos beziehen können. Er erläutert den Fruchtbarkeitscheck und fasst alles Wissenswerte zusammen.
Juli 2010: Inzwischen haben wir zwei neue Tests zur erweiterten Diagnostik bei Spermien (Halosperm®) und Verbesserung der Spermienselektion (SpermSlow TM) vor einer ICSI (intracytoplasmatische Spermieninjektion) im Rahmen der IVF eingeführt, die neue Chancen eröffnen.
Am 30.1. 2010 findet zum sechsten Mal unsere traditionelle Fortbildungsveranstaltung mit interessanten Vorträgen für neue Impulse in der gynäkologischen Sprechstunde statt. Dazu laden wir interessierte Kolleginnen und Kollegen wieder sehr herzlich ein. Bittel melden Sie sich unter 02181-491513 an.
August 2009: Der Ausschluss der Beihilfe für Maßnahmen der künstlichen Befruchtung bei nicht verheirateten Beamten im baden-württembergischen Beihilferecht ist unwirksam. Das hat der 4. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH) mit jetzt bekannt gegebenem Urteil vom 29.06.2009 entschieden. Damit hat er das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart aufgehoben und der Klage eines Landesbeamten gegen das Land Baden-Württemberg stattgegeben. Das Urteil ist rechtskräftig (Az.: 4 S 1028/07).
Am 1. September erscheint bei G&U ein neues Kinderwunschbuch für alle, die sich auf eine Schwangerschaft gut vorbereiten wollen. Also nicht nur für Paare, bei denen es bisher noch nicht geklappt hat! Es klärt über die medizinischen Aspekte rund um das Schwangerwerden auf, zeigt, wie die natürliche Fruchtbarkeit optimiert werden kann und spannt den Bogen zu komplementärmedizinischen Ansätzen (TCM, Homöopathie, Naturheilkunde). Autoren: PD Dr. Christian Gnoth und Andreas Noll (s.a. Kinderwunschbuch: Neue Wege zum Wunschkind (Freundl/Gnoth/Frank-Herrmann), 7. Auflage G&U und Chinesische Medizin bei Fertilitätsstörungen (Hrsg. A. Noll), Hippokrates Verlag).
Karlsruhe, 19. März 2009: Gesetzliche Krankenkassen müssen weiterhin nur die Hälfte der Kosten einer künstlichen Befruchtung zahlen. Dies verstoße nicht gegen das Grundgesetz, urteilte das Bundesverfassungsgericht. Eine künstliche Befruchtung sei keine medizinisch notwendige Behandlung einer Krankheit, die die gesetzlichen Kassen per Gesetz übernehmen müssten. Damit stehe es im Ermessen des Gesetzgebers, inwieweit er ungewollt kinderlosen Ehepaaren finanziell helfen wolle. Die Richter wiesen aus diesem Grund die Verfassungsbeschwerde eines Paares aus dem baden- württembergischen Ulm ab, das auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann. (Az.: 1 BvR 2982/07).
Grevenbroich, März 2009. Die Auswertung der eigenen Behandlungsergebnisse hat - auch für uns unerwartet - ergeben, daß fast jedes dritte nach einer Kinderwunschtherapie geborene Kind aus einem so genannten Kryozyklus stammt, d.h. aus einer zuvor tiefgeforenen, befruchteten Eizelle stammt.
Februar 2009: Aktuell ist in der Fachzeitschrift "gynäkologie und geburtshilfe" (Ausgabe 1-2, 2009) ein Beitrag von PD Dr. Gnoth über Pro und Kontra einer Sterilitätsbehandlung bei Frauen ab 40 erschienen. Hier können Sie einige Hintergrundinformationen nachlesen, die in der persönlichen Beratung angesprochen und diskutiert wurden, um sich dann in Ruhe zu entscheiden.
Grevenbroich, Februar 2008: Unser Kinderwunschzentrum erhielt für das Jahr 2008 das Zertifikat der QuaDeGA (Qualitätskontrolle der Deutschen Gesellschaft für Andrologie) über die freiwillige, erfolgreiche Teilnahme an den Ringversuchen zum Spermiogramm. Das dokumentiert die Zuverlässigkeit und Gültigkeit der bei uns erstellten Spermauntersuchungen.
Berlin, Januar 2009. Der Umgang einiger privater Versicherer mit Kinderwunschpatienten hat sich in den letzten Monaten deutlich verschärft und zu noch mehr Verunsicherung der Paare geführt. Lesen Sie bitte dazu die Stellungnahme von Herrn RA H. Eberlein aus Berlin, die besonders auf die Leistungspflicht der PKV auch bei gemischt versicherten Paaren eingeht.
Grevenbroich im Dezember 2008: IMSI steht für "Intracytoplasmic morphologically-selected sperm injection" und bedeutet, dass für die ICSI Spermien verwendet werden, die auf ein möglichst normales Aussehen hin ausgewählt wurden. Ist IMSI jedoch überflüssig? Privatdozent Dr. Markus Montag, Leiter des reproduktionsmedizinischen Labors der Universitätsfrauenklinik Bonn, der IMSI kritisch auf den Prüfstand stellte, sagt dazu, dass es nicht dieses "neuen" und zusätzlichen (und damit kostenpflichtigen) Verfahrens einer mikroskopischen Hochvergrößerung bedarf, um die besten Spermien für eine ICSI auszuwählen. Auch in unserem Labor arbeiten wir mit hochwertigsten Mikroskopen und wenden die Düsseldorfer Klassifikation zur Spermienselektion an, was schon in der Vergangenheit eine sehr gute Spermienbeurteilung- und auswahl für eine ICSI möglich machte.
Am Samstag, den 29.11. 2008 findet wieder unsere traditionelle Fortbildungsveranstaltung in Grevnbroich statt. Wir laden dazu auch hiermit herzlich ein. Themen diesmal sind: Endometriose, Genitalinfektionen des Mannes und Qualitätsmanagesysteme in der Facharztpraxis.
Düsseldorf/Grevenbroich im Oktober 2008: Unserem Zentrum wurde zusammen mit der Frauenklinik des Kreiskrankenhauses Grevenbroich (Chefarzt Dr. E. Harms) die volle Weiterbildungsbefugnis für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin durch die Ärztekammer Nordrhein zugesprochen. Damit können wir nun offiziell junge Kolleginnen und Kollegen voll in unserem Schwerpunkt ausbilden.
Im Juni 2008 wurde unsere Praxis erfolgreich durch i-med-cert re-zertifiziert.
Hamburg, Mai 2008: "Tausendmal probiert und nie ist was passiert" heißt die Titelstory der aktuellen Ausgabe 22/2008 des SPIEGEL. Bitte kritisch lesen!
April 2008: Die Ergebnisse des European IVF-monitoring Programms liegen vor: (A. Nyboe Andersen1, V. Goossens, A.P. Ferraretti, S. Bhattacharya, R. Felberbaum, J. de Mouzon, K.G. Nygren. The European IVF-monitoring (EIM) Consortium. Assisted reproductive technology in Europe, 2004. Results generated from European registers by ESHRE. Human Reproduction 2008). Sehr gute deutsche Ergebnisse. Wichtig ist, auch die Zahl der durchgeführten Behandlungen zu berücksichtigen.
April 2008: Der Jahresbericht des österreichischen IVF-Registers für 2007 liegt nun vor. Ein Vergleich mit den deutschen Ergebnissen zeigt (http://www.deutsches-ivf-register.de), dass trotz eines anderen gesetzlichen Umfeldes die deutschen Ergebnisse nicht schlechter sind! Nur diesen offiziellen Daten sollte die nötige Beachtung geschenkt werden, damit Realität und Versprechungen unterschieden werden können.
Mai 2008: Soeben ist im Hippokrates Verlag das wichtige Buch "Chinesische Medizin bei Fertilitätsstörungen - Erfolgreiche Behandlung bei unerfülltem Kinderwunsch" erschienen (Hrsg. A. A. Noll) mit Ko-Autoren aus unserer Praxis. ISBN 978-3-8304-5355-0.
Grevenbroich April 2008: Eine aktuelle Studie zur Bedeutung des AMH (Anti-Müller-Hormon) ist in Human Reproduction erschienen. Hier zeigt sich deutlich der große Wert einer AMH-Bestimmung für die Diagnostik und das weitere Vorgehen bei unerfülltem Kinderwunsch. Zumindest sollte ein Basis-AMH vorliegen - auch um die Prognose der Therapie abzuschätzen.
März 2008: Polkörperdiagnostik ? ein Schritt in die richtige Richtung? Ein aktueller und gut verständlicher Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt von Katrin van der Ven, Markus Montag und Hans van der Ven aus Bonn. "Die Wertigkeit der PKD als Ergänzung zur Steigerung der Erfolgsraten der In-vitro-Fertilisation muss in klinischen Studien noch belegt werden. Im Fall mütterlicher Translokationen erscheint die PKD zur Senkung der Abortraten schon heute anwendbar. Durch Fortentwicklung der Biopsietechniken und molekulargenetischen Diagnostik werden künftig mit der PKD umfassendere Untersuchungen möglich sein."
Grevenbroich/Bonn Februar 2008: Seit einem Jahr haben wir die Polarisationsmikroskopie der Eizellen als Methode in unserem IVF-Labor erfolgreich etabliert (s.u.). Aktuell ist eine interessante Arbeit von PD Dr. Markus Montag aus der Unifrauenklinik in Bonn erschienen (s. Anlage), die die Effektivität der Auswahl optimaler Eizellen anhand der Lichtbrechungseigenschaften der Eizellhülle zeigt und damit unser Vorgehen bestätigt. Inzwischen bieten wir diese Methode allen Paaren, bei denen einen ICSI geplant ist routinemäßig an. Bei einer konventionellen IVF ist diese Methode nicht durchführbar.
Februar 2008: Ausbleibende Befruchtung im 1. IVF-Zyklus ist jetzt ICSI-Indikation auch für gesetzlich Versicherte. Dies hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 15. November 2007 entschieden. Der Beschluss wurde am 5. Februar 2008 im Bundesanzeiger veröffentlicht und ist damit seit dem 6. Februar 2008 in Kraft. Mit diesem Beschluss wird nun die Forderung des Bundesverbandes Reproduktionsmedizinischer Zentren Deutschlands (BRZ) umgesetzt, diese ärztlich begründete Indikation auch den Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen zukommen zu lassen. Bisher hatten die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen ausschließlich dann Anspruch auf Übernahme der Kosten für eine ICSI-Behandlung, wenn eine schwere männliche Fruchtbarkeitsstörung vorlag.
Januar 2008: Zwei aktuelle Publikationen aus dem Deutschen Ärzteblatt informieren ausführlich über das Fehlbildungsrisiko nach IVF und IVF/ICSI. Zitat Prof. Propping, Bonn: " Die prospektive Erhebung langfristiger Gesundheitsdaten bei Kindern, die durch Verfahren der assistierten Reproduktion gezeugt wurden, ist schwierig ... wenn die Gesundheitsrisiken nach fast 30 Jahren der Anwendung von IVF und ICSI, falls überhaupt, nur wenig erhöht zu sein scheinen, dann ist dies erfreulich, jedoch kein Grund, weniger wachsam zu sein." Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Assoziation des Fehlbildungsrisikos mit der Zeitdauer des unerfüllten Kinderwunsches. Übrigens - Fehlbildung bedeutet nicht automatisch Behinderung und nur die wenigsten Behinderungen sind durch bedeutende Fehlbildungen verursacht!
November/Dezember 2007: Auf dem 2. Kongress des Dachverbandes Reproduktionsmedizin gab es eine klare Stellungnahme: Für viele Untersuchungen des Immunsystems (z.B. kostenträchtige Typisierung der Subgruppen weißer Blutkörperchen) und zahlreiche Immuntherapien (Partnerimmunsierung, Leuconorm, Immunglobulingabe u.a.) gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. Diese Methoden sind derzeit allenfalls experimentell. Dazu eine aktuelle Publikation von Prof. T. Steck im Journal für Reproduktionsmedizin und Endokrinologie.
Dezember 2007: Unsere Patientinnen und Patienten finden jetzt auf der Seite "Interne Infos" wichtige Dokumente unserer Praxis (Aufklärungsbroschüren, Verträge) und aktuelle Artikel und Urteile zu den Kosten und zur Abrechnung reproduktionsmedizinischer Leistungen. Die Zugangsdaten erfahren Sie unter 02181-4915-13.
Grevenbroich/Düsseldorf/Heidelberg/München November 2007: Das Buch "Kinderwunsch. Neue Wege zum Wunschkind", Autoren Freundl/Gnoth/Frank-Herrmann, ist in der 6. überarbeiteten Auflage unter Berücksichtigung neuester reproduktionsmedizinischer Techniken (u.a. Spindeldarstellung und Polkörperbiopsie) bei Gräfe und Unzer erschienen.
Grevenbroich November 2007: Auch in diesem Jahr laden wir ganz herzlich zu unserem Gynäkologisch-Endokrinologischen und Reproduktionsmedizinischen Dialog am 24.11.2007 nach Grevenbroich ein, der jetzt zum 4. Mal stattfindet. Der Schwerpunkt wird die klinische Gynäkoendokrinologie sein. Daneben werden aber auch wichtige Themen aus der klinischen Andrologie, der Reproduktionsmedizin und Reproduktionsbiologie behandelt. Mit unserer Veranstaltung wollen wir die Fahne der klinischen Gynäkoendokrinologie als wichtiger Säule unseres Fachgebietes Frauenheilkunde hochhalten, um sie nicht auch an andere Fachgebiete zu verlieren. Voraussetzung hierfür ist eine individualisierte Hormondiagnostik und -befundung, bei der Kliniker und Labor eng zusammenarbeiten müssen. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird auch das Medizinrecht nicht zu kurz kommen. Wir haben bewusst das Programm im Vergleich zu den früheren Jahren gekürzt, damit ausreichend Zeit für den kollegialen Austausch beim Mittagessen und den Kaffeepausen bleibt. Die Zertifizierung bei der Ärztekammer Nordrhein ist beantragt. Weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter 02181-4915-13.
Grevenbroich/Düsseldorf Oktober 2007: Die Praxisklinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin Tigges/Friol/Gnoth hat mit Herrn Dr. W. te Breuil aus Düsseldorf (Praxis für Urologie und Andrologie) die erste überörtliche Teilgemeinschaftspraxis der Region für Reproduktionsmedizin und Andrologie gegründet. Ziel ist der Aufbau einer gynäkologisch-andrologischen Paarsprechstunde und eine optimale Abstimmung der gynäkologischen und andrologischen Therapien bei unerfülltem Kinderwunsch. Im Rahmen des neu in Kraft getretenen Gewebegesetztes wird die Kryokonservierung und Lagerung von Hodengewebe und Spermaproben in der Kryobank gemeinsam organisiert und durchgeführt.
BSG September 2007: Dass Krankenkassen nur die Hälfte der Kosten einer künstlichen Befruchtung übernehmen, verstößt nicht gegen das Verfassungsrecht. Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) und des Bundessozialgerichts (BSG) ist durch § 27 a SGB V (künstliche Befruchtung) ein eigenständiger Versicherungsfall geschaffen worden. Die in diesem Paragrafen geregelten medizinischen Maßnahmen dienen demnach nicht der Beseitigung einer Krankheit. Der Schutz des Einzelnen bei Krankheit ist eine Grundaufgabe des Staates. Die Gestaltung des Leistungskatalogs der Krankenkassen liegt dagegen im Ermessen des Gesetzgebers ... (Dtsch Arztebl 2008; 105(5): A-242)
Allensbach am Bodensee, Ende Juni 2007. - In der Diskussion um die niedrige Geburtenrate in Deutschland ist das Problem unfreiwilliger Kinderlosigkeit bisher allenfalls ein Randthema. Im Rahmen einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hat das INSTITUT FÜR DEMOSKOPIE ALLENSBACH im Frühjahr 2007 dazu repräsentative Umfragen durchgeführt. Dabei zeigt sich: 70 Prozent der 25- bis 59-Jährigen in Deutschland haben Kinder, 30 Prozent sind kinderlos. Fast ein Viertel dieser Altersgruppe wünscht sich zur Zeit ein Kind (22 Prozent), weitere14 Prozent haben sich früher einmal Kinder gewünscht. Insgesamt sind es also 36 Prozent oder 12,8 Mio. Frauen und Männer dieser Altersgruppe, bei denen der Wunsch nach einem ersten oder einem weiteren Kind bisher nicht in Erfüllung ging. Nur 8 Prozent der 25- bis 59-Jährigen sind freiwillig kinderlos, d.h. sie haben keine Kinder und haben weder jetzt noch hatten sie früher den Wunsch nach Kindern.
Grevenbroich Mai 2007: Durch die Anschaffung eines neuen US-Gerätes der Fa. Siemens mit einer 3D-Vaginalsonde ist nun eine wesentlich detaillierte sonographische Diagnosik des inneren Genitales zum Ausschluss oder der Abklärung von Organveränderungen (z.B. Uterusfehlbildungen, Myomen, Polypen, Endometriose, Eileitererkrankungen) möglich.
Der Bundesfinanzhof hat seine Rechtsprechung in dieser Sache geändert. "Aufwendungen einer nicht verheirateten empfängnisunfähigen Frau für Maßnahmen zur Sterilitätsbehandlung durch sog. In-vitro-Fertilisation sind als außergewöhnliche Belastung abziehbar, wenn die Maßnahmen in Übereinstimmung mit den Richtlinien der ärztlichen Berufsordnungen vorgenommen werden."
Grevenbroich Mai 2007: Neue Videos aus unserem IVF-Labor der wichtigsten reproduktionsmedizinischen Techniken auf unserer Infoseite für Patienten.
Grevenbroich April 2007: Für eine erfolgreiche Behandlung ist, wie Sie nun wissen, die Gewinnung von mehren Eizellen die wichtigste Voraussetzung. Die ideale Zahl gewonnener Eizellen sollte zwischen 5 und 20 liegen. Werden zu wenig Eizellen gewonnen, können neue Möglichkeiten der Identifizierung kompetenter Eizellen (siehe unter Polarisationsmikroskopie) natürlich nicht ausreichend greifen, und es sind naturgemäß weniger befruchtete Eizellen zu erwarten, aus denen die schönsten für die Weiterkultivierung in das Embryonalstadium ausgewählt werden sollen. Die Zahl der zu erwartenden Eizellen ist zunächst abhängig von der sogenannten ovariellen Funktionsreserve und erst in zweiter Linie von der Dosis der Hormonbehandlung. Um deshalb Ihre individuelle Prognose besser abschätzen zu können, ist bei uns die Durchführung eines Tests der ovariellen Funktionsreserve möglich: Laboruntersuchungen auf die Hormone FSH, AMH und ein klinischer Parameter (Zahl der frühen Eibläschen in beiden Eierstöcken) stehen zur Verfügung. Die genannten Parameter sind inzwischen ausreichend erprobt, so dass sie in die klinische Praxis wegweisend herangezogen werden können. Die Bestimmung erfolgt idealerweise am 3. - 5. Zyklustag. Liegen die Größen der genannten Parameter ober- oder unterhalb bestimmter cut-off-Werte, erlauben statistische Modelle, uns mit einer über 90%igen Wahrscheinlichkeit eine ungenügende ovarielle Antwort vorherzusagen. In der Konsequenz bedeutet dies für uns, gleich zu Beginn die Hormondosis entsprechend höher zu wählen. Darüber hinaus ist für uns das Abschätzen der Erfolgsaussichten einer Kinderwunschbehandlung sehr wichtig.
Es ist mit dem Grundgesetz vereinbar, dass der Gesetzgeber die Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen für eine künstliche Befruchtung auf Personen beschränkt, die miteinander verheiratet sind. Dies entschied der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit Urteil vom 28. Februar 2007 auf eine Vorlage des Sozialgerichts Leipzig.
Grevenbroich Januar 2007: Der Spindelapparat in einer Eizelle ist verantwortlich für die fehlerfreie Verteilung der Chromo-somen während der Zellteilung. Mit einer computergestützten Polarisationsmikroskopie und einer hochauflösenden Digitalkamera (Poloskopie) kann diese Teilungsspindel mit den an ihr hängenden Chromosomen an lebenden, unbefruchteten Eizellen dargestellt werden. Die Polarisationsmikroskopie der Eizellhülle (Zona pellucida) gibt darüber hinaus Auskunft über das Mikromilieu während der Eizellreifung und über die Stoffwechselaktivität der Eizelle selbst. Die Untersuchung der Spindel und der Zona pellucida beruht auf deren doppellichtbrechenden Eigenschaften. Diese neue Untersuchungstechnik hilft, durch Bestimmung des exakten Reife-grades der Eizelle den optimalen Zeitpunkt für eine Mikroinjektion und die richtige Stelle der Eizellpunktion festzustellen. Darüber hinaus geben Form und Lage der Spindel sowie das Aus-sehen der Zona pellucida Hinweise auf das reproduktionsbiologische Potential der untersuch-ten Eizelle. Wissenschaftliche Daten weisen derzeit daraufhin, dass die Polarisationsmikroskopie der unbefruchteten Eizelle hilft, besonders gute Eizellen zu identifizieren, die die höchste Aussicht auf eine Schwangerschaft bieten und zu einer Senkung der Fehlgeburtenrate beizutragen. Besonders bietet sich die Polarisationsmikroskopie bei Frauen an, bei denen relativ wenig Eizellen gewonnen wurden, die häufiger auch noch unreif sind. Wir gehören mit zu den ersten Zentren, die dieses neue, für die Eizelle gefahrlose Verfahren anbieten und empehlen die Polarisationsmikroskopie grundsätzlich bei Frauen mit wenigen Eizellen, Frauen mit dem Verdacht auf einen höheren Anteil unreifer Eizellen, um den genauen Reifegrad festzustellen und den idealen Injektionszeitpunkt festzulegen, Frauen älter als 35 Jahre und bei Frauen mit Fehlgeburten in der Vorgeschichte.
Der Gesetzgeber hat für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten die Kostenregelungen im Rahmen des GMG zum 1. Januar 2004 neu geregelt. Die Einzelheiten sind im Kapitel "Kosten der Behandlung" beschrieben.