Kinder mehrsprachig erziehen

Kinder mehrsprachig erziehen ist definitiv eine Herausforderung – aber eine Erfahrung, von denen diese ihr ganzes Leben lang profitieren. Dabei stoßen Eltern auf unterschiedliche Herausforderungen und Kinder entwickeln ihr Sprachgefühl besser und schneller als andere Kinder im gleichen Alter.

Mehrsprachig erziehen – wozu?

Um Kinder mehrsprachig zu erziehen, kann es vielseitige Gründe geben. Vielleicht, weil die Muttersprache der Eltern selbst eine andere ist als die des Landes, indem die Familie lebt. Vielleicht aber auch, weil nur ein Elternteil eine Fremdsprache perfekt spricht und diese Kenntnisse an die eigenen Kinder weitergeben möchte. Unter Umständen spielt auch ein gewisses Leistungsdenken eine Rolle. Wer Fremdsprachen spricht, hat später bessere Chancen in der Ausbildung und im Beruf.

Solange die Welt international verstrickt ist, werden Fremdsprachen nie aus der Mode kommen und immer auch in privaten Situationen nützlich sein.

Herausforderungen

Selbstverständlich ist es nicht einfach, ein Kind mehrsprachig zu erziehen. Je früher man damit beginnt, desto besser ist es jedoch für das Kind. Kinder lernen leichter als Erwachsene, da ihr Gehirn schnell neue Synapsen bildet und sie nicht unter äußeren Einflüssen wie Job, Arbeit und Haushalt führen stehen, die Stress verursachen und das Gehirn ermüden. Unter Umständen kann es aber sein, dass Kinder Wörter verwechseln und die Sprachen durcheinander mischen.

Hier ist System gefragt: am besten wählen Eltern bestimmte Tage, für die sie mit den Kindern bestimmte Sprachen vereinbaren. So wird montags beispielsweise Spanisch gesprochen, dienstags die Muttersprache etc.
Auch gilt es, die Kinder nicht zu überfordern, sondern neue Vokabeln Schritt für Schritt und spielerisch beizubringen. Während dem Spielen lernen Kinder am besten. Es kann sinnvoll sein, die Mehrsprachigkeit auch über Musik nahe zu bringen. In jeder Sprache gibt es Kinderlieder, anhand derer das Kind lernen kann.

Positive Effekte

Wenn Kinder mehrsprachig erzogen werden, entwickeln sie ihr Sprachgefühl deutlich schneller und besser als andere Kinder im gleichen Alter. Dies bringt vor allem später in der Schule Vorteile, wenn Fremdsprachen unterrichtet werden. Eventuell erzielen Kinder dann bessere Noten und haben weniger Probleme damit, sich auf eine Prüfung vorzubereiten. Wer bis dahin fließend zweisprachig ist, kann seine Gabe sogar zur Einnahmequelle machen und anderen Kindern oder Schülern Nachhilfe geben.

Auch später bei der Stellensuche und im Berufsleben profitieren Mehrsprachige von ihren Sprachkenntnissen und werden regelmäßig bevorzugt. Eine Karriere im Außendienst ist ebenfalls denkbar. Für die Eltern hat es den Vorteil, dass auch sie geübt bleiben in den jeweiligen Sprachen und mit ihren Kindern eine gemeinsame Kommunikationsebene haben. Denn eine Fremdsprache spricht nur, wer sie regelmäßig trainiert.

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