Flexibel, wendig und handlich – was sollte ein Buggy können?

Spätestens wenn der Kinderwagen zu klein wird, taucht bei den meisten Eltern der Wunsch nach einem weniger sperrigen und wendigeren Gefährt für ihren Sprössling auf. Ein handlicher Buggy, der sich ganz einfach zusammenklappen und im Kofferraum verstauen lässt, soll dann den Fuhrpark des Babys erweitern. Doch vor dem Kinderbuggy Vergleich ist es ratsam, ein paar Dinge zu beachten.

Ab wann darf das Baby in den Buggy?

Einen fixen Termin hierfür gibt es eigentlich nicht, wichtigste Voraussetzung für den Umstieg auf den Buggy ist die Fähigkeit des Kindes, sich allein aufzusetzen und diese Stellung auch über einen längeren Zeitraum bei zu behalten. Nur dann ist die Muskulatur des Babys soweit entwickelt, dass die Fahrten im Buggy keine Haltungsschäden zur Folge haben. Ist der Kinderwagen zu klein geworden, aber der Nachwuchs kann oder will noch nicht sitzen, ist der Einsatz eines Buggys nur dann ratsam, wenn er mit einer Liegefunktion ausgestattet ist. Selbst mit dieser Option ist ein Buggy aber für Babys unter sechs Monaten ungeeignet.

Die richtige Fahrtrichtung wählen

Nicht zu unterschätzen ist die Wahl der Fahrtrichtung, welche in erster Linie vom Alter des Kindes abhängig ist. Ein Baby, das gerade erst dem Kinderwagen entwachsen ist, fühlt sich in einem Buggy der rückwärts gerichtet ist wohler, da es Mutter oder Vater immer im Blick hat. Ohne diesen Fixpunkt fühlt es sich den fremden Menschen und Situationen, die beim Vorwärtsfahren auf das Kleine einstürmen hilflos ausgeliefert, was Stress bedeutet und zu Schlafstörungen führen kann.

Bei älteren Kindern muss abgewogen werden, wie weit sie das Vorwärtsfahren genießen oder sensibel und gestresst darauf reagieren. Sicher ist es besser, wenn die Kleinen beim Besuch von Großveranstaltungen, z. B. Volksfesten mit dem Rücken zu all dem Trubel sitzen. Wogegen sie am ruhigen Spaziergang im Wald durchaus Gefallen finden, wenn die Sicht nach vorne gerichtet ist.

Die Qual der Wahl – welcher Buggy soll es sein?

Allgemein sind Buggys sehr viel günstiger als ein Kinderwagen, haben dafür aber weniger Komfort und Ausstattungsdetails zu bieten.

Zu den einfachsten und günstigsten Modellen zählt der Sitzbuggy oder Shopper. Er eignet sich vor allen für kurze Wege und zum Einkaufen, da es sich sehr schnell und klein zusammenklappen lässt und sogar im winzigen Stadtauto Platz findet. Allerdings sollten Kinder für den sehr spartanisch ausgestatteten Buggy bereits in der Lage sein, kleine Strecken laufen zu können.

Mehr Komfort bieten die sogenannten Liegebuggys, was sich auch am etwas höheren Preis bemerkbar macht. Diese Buggys sind für längere Ausflüge gedacht, weil sie den Kleinen auch unterwegs die Möglichkeit bieten, ihr Mittagschläfchen zu halten. In den meisten Fällen verfügen solche Buggys über ein Sonnenverdeck, geräumige Einkaufsnetze und Stauraum unter dem Wagen. Im Gegensatz zu den einfachen Shoppern haben sie schwenkbare Vorderräder, was das Lenken sehr erleichtert. Trotzdem lassen sich auch diese Modelle platzsparend und gut zusammenklappen, so dass sie problemlos in jedem Auto verstaut werden können.

Für besonders unternehmungslustige Familien gibt es die sogenannten Sportbuggys, die nur drei luftgefüllte Räder besitzen. Das dämpft Erschütterungen besser ab und macht den Buggy flexibel was den Untergrund betrifft, womit er ausgesprochen tauglich für Wanderungen oder das Joggen ist.

Zur Luxusklasse zählen die Komfortbuggys, die neben einer Liegeposition über zahlreiche weitere Extras verfügen. Sie haben umsetzbare Sitzeinheiten und bieten sogar die Möglichkeit eine Babyschale zu befestigen, so dass ihre Verwendung bereits ab der Geburt denkbar ist. In ihren Funktionen ähneln sie stark dem Kinderwagen, sind im Gegensatz zu diesem aber sehr viel leichter und haben kleinere Räder.

Was ist noch zu bedenken?

Ein wesentliches Kriterium für die Wahl des richtigen Buggys ist sein zukünftiges Einsatzgebiet. Wer viel zu Fuß unterwegs ist, für den ist es unwichtig, wie gut das Wägelchen im Auto verstaut werden kann. Von Bedeutung sind hier Zubehörteile wie Sonnen- und Regenschutz, ein warmer Fußsack gegen die Kälte und genügend Staumöglichkeiten für Einkäufe und Wickeltasche.

Gleichermaßen muss überlegt werden, ob und wie der Buggy zu Hause abgestellt werden kann. Ist es nicht gestattet oder machbar ihn im Treppenhaus, Keller, Garage oder Auto zu lassen, sondern muss er über mehrere Etagen in die Wohnung geschleppt werden, sollte er leicht und handlich sein. Alternativ werden auch Modelle angeboten, die, das Kind inbegriffen, auf ihren Rädern die Stufen hinaufgezogen werden können.

Egal ob Shopper oder Luxusbuggy, ist es ratsam deren Billigvarianten zu meiden, denn diese weisen oft Mängel in Haltbarkeit von Achsen und Rädern auf. Besser ist es, zu einem Modell namhafter Hersteller zu greifen, die sich bereits in mehreren Tests bewährt haben.

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